Studienwoche

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Eine Woche voller anstrengender Studienzeit ist mittlerweile wieder rum ;-) Bei uns Informatikern geht alles noch recht locker zu, während die Leute die ein komplettes Programm wie z.B. Supply Chain Management gewählt haben, teilweise schon so ihre 50-100 Seiten pro Tag lesen müssen. Aber ich habe doch mehr vor mir als ich gedacht habe. Montag/Dienstag/Mittwoch jeweils eine Vorlesung und Donnerstag 2 Vorlesungen hört sich lockerer an, als es ist. Der erste Kurs (“Object Oriented Software Engineering”) geht über das komplette Semester, ich habe also 2 schriftliche Prüfungen, jede Woche Assignments (bewertete “Hausaufgaben”), eine Projektarbeit über 10 Wochen und darüber noch eine Präsentation am Schluss. Insgesamt wohl so um die 400 Stunden Zeitaufwand wurde uns gesagt. Das zweite Fach (“Mobile & Wireless Data Security”) ist da etwas lockerer, da es hier keine wirkliche Prüfung gibt. Jede Woche ein Assignment und dazu praktische Arbeit in Gruppen ist ok, aber die Rumbastelei im Labor kostet auch viel Zeit. Ich hoffe ich bekomme eine gute Gruppe, ich hab nämlich schon 2-3 Leute ausgemacht, mit denen ich auf keinen Fall arbeiten kann, mit denen würde ich die Krise bekommen. Allerdings geht dieser Kurs nur bis Ende Oktober, dann bekomme ich andere Fächer.
Zu diesen beiden Hauptkursen, habe ich noch einen Schwedisch Kurs und eine recht interessante Vorlesung für die deutschsprachigen Studenten, bzw. Germanistik-Studenten aus aller Welt, in der es um schwedische Politik, Geschichte und Kultur geht. Der Kurs ist allerdings nur ein oder zwei mal pro Monat und auch nur freiwillig.
Es gibt also einiges zu tun, und ich kann echt froh sein, dass ich den Freitag frei hab um meine Sachen zu erledigen.

Die erste negative Erfahrung mit dem Akademikbokhandeln habe ich auch schon hinter mir. Angeblich gibt es Studentenrabatt im Buchladen auf dem Kampus, allerdings habe ich trotzdem für zwei Mini-Bücher 800 SEK (ca. 85 Euro) bezahlt. Gut, dass mir hinterher erst aufgefallen ist, dass ich ca. 20 Euro gespart hätte, wenn ich die Bücher in Deutschland bei Amazon bestellt hätte, um sie hier her zu liefern. Naja, man lernt ja immer was dabei. Das war also der erste und letzte Einkauf im Akademikbokhandeln.

Vom Korridor gibts auch Neues zu berichten. Wir haben letzte Woche eine neue Mitbewohnerin bekommen, die sich schon in den ersten paar Tagen bei so ziemlich jedem hier unbeliebt gemacht hat. Sie war keine 2 Stunden hier, und schon war ein Korridormeeting angesetzt für Sonntag Abend. “Warum macht ihr dies nicht so, warum is das nicht anders, beim andern Korridor gabs das…” Verzogene Göre! Richtet sich ihren Schrank in der Küche ausgerechnet auf der Seite ein, auf der die Common Goods für alle sind und beschwert sich dann, wenn man sich Salz das vor ihrer Ankunft schon da war, rausnimmt. Hier kann man gar nicht alles reinschreiben was die schon an Aktionen gebracht hat… Das Beste ist ja, dass eine Spanierin, die meistens bei uns auf dem Korridor bei einer Freundin rumhängt, schon vorher die Wohnung wechseln wollte um auf dem Campus zu wohnen, der wurde gesagt, dass alles voll ist. Die Göre die nun hier wohnt kam vom gleichen Korridor… Naja. Hinnehmen und bei Gelegenheit mal kräftig anmaulen…

Mittlerweile ist auch das Wetter um einiges Besser. Neulich bin ich um den Växjö-See spaziert und hab ein paar Fotos von der Umgebung gemacht. Die Bilder gibts in der Galerie.